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Sonntag, 18. August 2019: Historischer „Kerner-Umzug“ zieht auch durch Obersulm

Naturparkführerin Michaela Köhler organisiert am Sonntag, den 18. August 2019 anlässlich  des 200jährigen Jubiläums von Justinus Kerners Umzugs als Oberamtsarzt von Gaildorf (seit 1815) nach Weinsberg (ab 1819) einen historischen Umzug von Gaildorf nach Weinsberg, der auch durch die Gemeinde Obersulm führt. Um 14.30 Uhr wird der Umzug in Weiler, ab 15.45 Uhr in Affaltrach und um 17 Uhr in Willsbach erwartet.

Der historische Umzug startet um 9:00 Uhr morgens im Alten Schloss in Gaildorf und endet programmgemäß gegen 18:30 Uhr auf dem Marktplatz in Weinsberg. Der Abschluss findet dann in Weinsberg auf dem Rappenhof statt. Der Umzug bewegt sich in Kutschen und auf Pferdegespannen fort, in szenischen Darstellungen wird zwischendurch das Leben und Wirken des berühmten Dichters und Arztes, sowie zeitgeschichtliches dargestellt.
In Gaildorf wird Kerner vom Bürgermeister verabschiedet, sein kleiner Sohn Theobald gesucht und der neue Oberamtsarzt als Nachfolger eingesetzt. In Fichtenberg besucht Kerner gegen 11:35 Uhr seinen Freund Johann Gottfried Pahl, der dort Pfarrer ist und beide verabschieden sich.

In Mainhardt wird die Familie Kerner gegen 13:00 Uhr vom Bürgermeister begrüßt, eine unzufriedene Patientengattin beschwert sich, Freund Uhland kommt und unterhält sich mit dem Pfarrer über die Räuber und die von Kerner gefundenen Genienstatuen im Römermuseum.

Im Schloß Weiler gibt es gegen 14:30 Uhr zuerst einen Besuch in der Kirche "zur lieben Frau", dann macht Familie Kerner Mittagsrast im Schloß Weiler, wo Kerner zum ersten Mal die frisch verlobte, bereits mit erkennbaren Krankheitssymptomen behaftete Seherin von Prevorst kennen lernt.

Gegen 15:45 Uhr ist der Umzug in  Affaltrach, wo zuerst die Kirche angeschaut wird und Kerner gegen 16:00 Uhr eine Weinprobe im Schloss Affaltrach macht.

Um 17 Uhr gibt es in Willsbach eine kurze Begrüßung durch eine Bürgerschar mit zwei Liedern.

In Weinsberg wird er Umzug gegen 18:15 Uhr am Wachturm ankommen. Beim "Einzug" in Weinsberg bekommt Kerner einen melancholischen "Anfall" und sehnt sich nach Amerika, wohin sein Freund Varnhagen van Ense abkommandiert wurde – Uhland tröstet ihn mit einem Aprikosenbäumchen und mit den Lutherworten "wenn heute die Welt unterginge..."

Es folgt wieder eine Begrüßung durch den "Bürgermeister" und ein Dialog zwischen den beiden über die Geschichte Weinsbergs - bis der Schultheiss Kerner dem Apotheker vorstellt, mit dem Kerner kurz über die neuesten medizinischen Erkenntnisse fachsimpelt.

Gegen 18:45 Uhr kommt die Gruppe vor dem Weinsberger Backhaus an, wo sie von der neuen Hauswirtin, einer Maurersfrau, recht „bissig“ empfangen werden.  Diese ärgert sich über die späte Ankunft, besonders weil sie von Kerners ausgiebiger Weinprobe erfahren hat. Vor dem Backhaus wird Kerner-Wein ausgeschenkt, es gibt kleine Happen dazu.

Es folgt der Einsatz von Dr. Liebig (Führer aus dem Kernerhaus) als Pfarrer. Die Kerners verschwinden dann und feiern im Rappenhof in Weinsberg weiter, wohin jeder mit kann, der es möchte.

 

 


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