Pressemitteilung 27/2006

Größere Hochwasserschäden konnten vermieden werden“

Am Mittwoch, 05. Juli 2006, wurde die Region Heilbronn von einem sogenannten „Starkniederschlag“ heimgesucht, der zu beträchtlichen Schäden in der Region geführt hat. Auf Grund des hervorragend ausgebauten Hochwasserschutzes im Bereich des Wasserverbandes Sulm konnten Hochwasserschäden weitgehend vermieden werden.

Eigentlich waren erst für Donnerstag, 06. Juli 2006, Gewitter vorausgesagt worden. Der Deutsche Wetterdienst brachte dann jedoch bereits am Mittwoch kurz vor 20 Uhr eine Unwetterwarnung heraus, deren Berechtigung sich im Laufe der Unwetter erwies.
Nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes wurden in Obersulm-Willsbach mit 70,2 Litern pro Quadratmeter die höchsten Niederschlagswerten in der Bundesrepublik erreicht. Interne Messungen des Wasserverbandes Sulm ergaben jedoch für den Einzugsbereich des Seebächles in Willsbach sogar 86,4 l/m².

Dank des sehr gut ausgebauten Beckensystemes des Wasserverbandes Sulm wurden Hochwasserschäden vermieden bzw. in Grenzen gehalten. Bis auf Michelbach I, welches sich oberhalb von Eschenau befindet, waren alle Becken des Wasserverbandes im Einstau.
Bereits um 22.00 Uhr fuhren die Schieber der Becken „Aubach“ (Willsbach) und „Ellbach“ (Ellhofen) zu. In deren Einzugsgebiet schien sich das Gewitter zu entladen. Am Ellbach wurde ein Niederschlag von 81,9 l/m² gemessen. Aubach war bis Donnerstag Vormittag bis zur Hälfte eingestaut.

Besonders bewährt hat sich das jüngste Becken des Wasserverbandes, das HRB „Seebächle“ in Willsbach. Dort wurde der höchste Niederschlag gemessen. Insgesamt wurden dort ca. 30.000 m³ Wasser zurückgehalten.
Der Niederschlag fiel jedoch so schnell, dass die Sulm beim Sportplatz Willbach kurzfristig ihr Bachbett verlies. Da die Becken HRB „Michelbach II“ beim Freibad Affaltrach und „Hambach“ sofort in Einstau gingen konnten größere Schäden vermieden werden.
In Weinsberg gingen am HRB „Stadtseebach“ 61 l/m² nieder. Das Becken ging nur leicht in Einstau. Auch am Becken „Weißenhof“ in Erlenbach mussten 38.000 Liter zurückgehalten werden.
Insgesamt wurden 210.000 m³ Wasser zurückgehalten. Da die Niederschläge innerhalb einer sehr kurzen Zeit niedergingen, wäre ohne Schutzeinrichtungen eine große Hochwasserwelle durch das Weinsberger Tal in Richtung Neckarsulm gegangen und hätte größere Schäden verursacht.


Gemeinde Obersulm, Donnerstag, 13. Juli 2006

Optionen