Auftaktveranstaltung zum Managementplan für das FFH-Gebiet Heilbronner und Löwensteiner Berge

Vertreter aus 20 Gemeinden in vier verschiedenen Landkreisen sind in dieser Woche im Obersulmer Rathaus zur Auftaktveranstaltung des Managementplans für das FFH-Gebiet „Löwensteiner und Heilbronner Berge“ zusammengekommen.

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Veröffentlichungsdatum: Donnerstag, 11. April 2013
Der Managementplan ist Teil eines Programmes der Europäischen Union, das sich NATURA 2000 nennt und ein Schutzgebietsnetz darstellt, das sich über alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union erstreckt. In ihm sollen Lebensräume und Arten von gemeinschaftlichem Interesse geschützt und für die Zukunft bewahrt wreden. NATURA 2000 umfasst FFH- (Flora = Pflanzen, Fauna = Tiere und Habitat = Lebensraum) und Vogelschutzgebiete. Grundlage ist die FFH-Richtlinie aus dem Jahr 1992 und die Vogelschutzrichtlinie aus dem Jahr 2009.

Die Projektkoordination des Managementplans erfolgt durch das Regierungspräsidium Stuttgart, so dass nach der Begrüßung durch Bürgermeister Tilman Schmidt der Verfahrensbeauftragte Wolfgang Kotschner und sein Kollege Tobias Pantle die Leitung der Sitzung übernahmen. Die anwesenden Gemeindevertreter und Bürgermeister entstammen den Landkreisen Heilbronn, Heilbronn-Stadt, Hohenlohe, Rems-Murr und Ludwigsburg. Das EU-Programm NATURA 2000 hat Auswirkungen auf die tägliche Arbeit der Kommunen: Neue Vorhaben dürfen nur im Einklang mit den Zielen des NATURA 2000-Gebiets durchgeführt werden, es gilt ein generelles Verschlechterungsverbot. Größere Vorhaben wie z. B. Straßenbauvorhaben, Windkraftanlagen, o.ä. benötigen eine Verträglichkeitsprüfung. Es bestehen aber auch Möglichkeiten der Förderung durch verschiedene EU-Programme. Der Managementplan, der nun in Obersulm vorbereitet wurde beschreibt und bewertet die vorhandene Qualität des Gebietes rund um die Heilbronner und Löwensteiner Berge, legt Ziele zur Erhaltung und Entwicklung der gemeldeten Arten fest und empfiehlt Maßnahmen, die durch Vereinbarung mit den Landnutzern umgesetzt werden sollen. Er bildet die Grundlage für Förderungen und Berichtspflichten an die Europäische Union, deren Rechtsprechung spätestens seit dem Vertrag von Maastricht in den Kommunen angekommen ist.
Ab April 2013 werden Fachbüros die vom Regierungspräsidium beauftragt wurden, die betroffenen Grundstücke begehen, um genaue Bestandserhebungen durchzuführen.


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