Lebenslagen

Informationen für zentrale Ereignisse und Themenbereiche im Leben


Berufskolleg


Die Entwicklungen in der Arbeitswelt gehen hin zu anspruchsvolleren Berufstätigkeiten mit höheren Anforderungen im fachtheoretischen Bereich. Aufbauend auf einem Mittleren Bildungsabschluss vermittelt das Berufskolleg eine berufliche Qualifizierung und eine erweiterte allgemeine Bildung. Dabei ist der enge Theorie-Praxis-Bezug ein wesentliches Merkmal.

Für die Aufnahme in das Berufskolleg sind neben dem Mittleren Bildungsabschluss teilweise weitere Voraussetzungen (z.B. ein Praktikumsplatz) zu erfüllen.

Das Berufskolleg endet in der Regel mit einer Abschlussprüfung. Dabei kann bei mindestens zweijährigen (auch gestuften) Bildungsgängen sowohl ein Berufsabschluss (z.B. "Staatlich geprüfte/r Assistent/in") als auch die Fachhochschulreife erworben werden.

Berufskollegs gibt es in Baden-Württemberg in folgenden Bereichen:

  • Technik
  • Wirtschaft und Verwaltung
  • Hauswirtschaft
  • Pflege
  • Sozialpädagogik

Die als Teil einer Berufsausbildung (Verzahnungsmodelle) geführten kaufmännischen und technischen "Berufskollegs I und II – Verzahnung mit dualen Ausbildungsberufen" vermitteln in zwei Jahren die theoretischen Ausbildungsinhalte dualer Ausbildungsberufe. Mit dem Abschluss des "Berufskollegs I - Verzahnung mit dualen Ausbildungsberufen" kann eine anschließende Berufsausbildung in dem entsprechenden Ausbildungsberuf um ein Jahr und mit dem Abschluss des "Berufskollegs II – Verzahnung mit dualen Ausbildungsberufen" um bis zu zwei Jahre verkürzt werden. Die Kammern haben sich verpflichtet, den Betrieben zu empfehlen, die eröffneten Verkürzungsmöglichkeiten zu nutzen.

Dreijährige gewerblich-technische Berufskollegs in Teilzeitunterricht fördern besonders qualifizierte Jugendliche. Analog zur Techniker- und Fachhochschulausbildung wird ein möglichst berufsfeldbreiter Ausbildungsansatz verfolgt. Diese Berufskollegs in Teilzeitunterricht bilden für Berufe aus, deren Tätigkeiten einen unmittelbaren Bezug zum Fertigungs- und Produktionsprozess im Betrieb erfordern. Dem wird dadurch Rechnung getragen, dass die Ausbildung dual, das heißt in Schule und Betrieb, erfolgt. Dabei wird in Kooperation mit Betrieben in einem anerkannten Ausbildungsberuf ausgebildet. Deshalb ist mit einem Betrieb ein entsprechender Ausbildungsvertrag abzuschließen. Darüber hinaus werden berufstheoretische Kenntnisse vertieft und die Allgemeinbildung weitergeführt. Die dualen Berufskollegs tragen der technischen Entwicklung besonders Rechnung und werden in verschiedenen Fachrichtungen angeboten.

Die Anmeldung an der Schule Ihrer Wahl müssen Sie selbst (oder Ihre Erziehungsberechtigten) vornehmen. Je nach Schule erhalten Sie die Anmeldeformulare vor Ort oder sie liegen im Internet zum Download bereit. Beachten Sie bitte, dass die Bewerbung bis zu einem Jahr vor Schulbeginn erfolgen sollte.

Stand: 07. März 2013, 13:06:59 Uhr, Satznummer: 236, Version: 14

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