Lebenslagen

Informationen für zentrale Ereignisse und Themenbereiche im Leben


Ruhezeiten und Bereitschaftsdienste


Während Ruhepausen Unterbrechungen während der Arbeitszeit sind, die der Erholung dienen, geht es in diesem Kapitel um Ruhezeiten und deren Unterbrechungen nach der Arbeitszeit.

  • Ruhezeit
  • Rufbereitschaft
  • Bereitschaftsdienst

Ruhezeit

Die Ruhezeit beginnt nach der täglichen Arbeitszeit und soll der Ruhe und Erholung von der Arbeit dienen - Sie sind also während der Ruhezeit von jeglicher Pflicht zur Arbeitsleistung befreit.

Die tägliche Mindestruhezeit beträgt elf zusammenhängende Stunden, sie kann jedoch unter bestimmten Voraussetzungen bis auf neun Stunden verkürzt werden.

Die Dauer der Ruhezeit kann bei der Beschäftigung in einer der folgenden Einrichtungen um bis zu eine Stunde verkürzt werden:

  • Krankenhäusern
  • Einrichtungen zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen
  • Gaststätten
  • Einrichtungen zur Bewirtung und Beherbergung
  • Verkehrsbetrieben
  • Rundfunk
  • Landwirtschaft und Tierhaltung

Hinweis: Dies ist nur erlaubt, wenn jede Verkürzung der Ruhezeit innerhalb eines Kalendermonats oder innerhalb von vier Wochen durch Verlängerung einer anderen Ruhezeit auf mindestens zwölf Stunden ausgeglichen wird.

Rufbereitschaft

Bei Rufbereitschaft können Sie Ihren Aufenthaltsort selbst bestimmen und auch wechseln. Sie müssen jedoch auf Abruf in der Lage sein, Ihre Arbeit aufzunehmen.

Hinweis: Zur Rufbereitschaft sind Sie nur verpflichtet, wenn dies mit Ihrem Arbeitgeber vereinbart worden ist.

Rufbereitschaft gilt nicht als Arbeitszeit und wird auch bei der Ermittlung der Arbeitszeithöchstgrenzen nicht mitgezählt. Fallen jedoch während Ihrer Rufbereitschaft Arbeiten für Sie an, ist diese Arbeitszeit innerhalb der Rufbereitschaft als Arbeitszeit Ihrer regulären Arbeitszeit hinzuzuzählen.

Bereitschaftsdienst

Im Gegensatz zur Rufbereitschaft müssen Sie sich während des Bereitschaftsdienstes an einem vom Arbeitgeber bestimmten Ort (innerhalb oder außerhalb des Betriebes) aufhalten und die Arbeit auf Abruf des Arbeitgebers unverzüglich aufnehmen. (Beispielweise findet Bereitschaftsdienst häufig in Krankenhäusern beim ärztlichen Personal statt, damit in dringenden Fällen ständig ein Arzt zur Stelle ist.)

Bereitschaftsdienst gilt - anders als die Rufbereitschaft - als Arbeitszeit.

Tipp: Zu arbeitszeitrechtlichen Fragen können Sie sich auch an Ihr Landratsamt beziehungsweise bei kreisfreien Städten an Ihre Stadt, Bereich "Gewerbeaufsicht", wenden.

Stand: 18. April 2013, 10:46:29 Uhr, Satznummer: 84, Version: 1

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